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„Wir haben heute leider zwei Punkte liegen gelassen“, war der erste knappe Kommentar von Königsteins Trainer Andreas Berggold nach dem 1:1-Remis des 1. FC-TSG beim Kreisoberliga-Spiel bei der FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach, während FSG-Pressesprecher Armin Klimmek mit Schiedsrichter Kickopf (SV Ellar) hart ins Gericht ging: „Wir sind sauer, weil er uns bei drei krassen Fehlentscheidungen klar benachteilgt hat.“ FC-TSG-Vorsitzender Jörg Pöschl hingegen musste ob dieser Aussage doch arg schmunzeln: „Wenn man die Vereinsbrille mit verstärkten Gläsern auf hat, kann man diese Entscheidungen durchaus so kommentieren. Bei allen drei Situationen hat der umsichtig leitende Schiri Dickopf vollkommen richtig entschieden und man muss schon eine gehörige Portion Subjektivität in seine Spielbeobachtung legen, wenn man dem Unparteiischen hieraus noch einen Strick drehen will“. Die mit einer guten technischen Spielanlage aufwartenden Königsteiner hatten auf dem Steinfischbacher Rasen die erste gute Tormöglichkeit, als der Weilnauer Manuel Hiemenz nach fünf Minuten in letzter Sekunde gegen Toni Schubert rettete. In der Folge kam jedoch die FSG besser in die Partie. Oliver Henrici visierte aus 22 Metern den Pfosten an (10.) und Manuel Wassum (16.) zielte nach Zuspiel von Mark Hollerbach knapp einen Meter am langen Eck vorbei. In der 27. Minute köpfte Jochen Schäfer eine weite Freistoßvorlage von Gezim Morina zur 1:0-Führung ins kurze Toreck, wobei FC-Keeper Jan Finger überrascht wurde, aber auch sein Mitspieler Sebastian Renn nicht allzu glücklich aussah, dem der Torschütze einfach „im Rücken weggelaufen“ war.
Nach diesem Treffer kam Königstein jedoch mit Macht und Laszlo Strzoda, Toni Schubert sowie Andre Pinto-Gomes vergaben für den nun immer stärker werdenden Gast sogenannte „100%ige“. Als Wassum (43.) dann alleine aufs Königsteiner Tor zusteuerte, pfiff Dickopf zum Unwillen der FSG und deren Sprecher Klimmek abseits. Sicherlich eine knappe Entscheidung, aber eine „krasse Fehlentscheidung“ konnte hieraus wohl nur das offenbar geschulte Auge von Pressesprecher Klimmek ableiten.
Nur drei Minuten nach Wiederbeginn der absolut verdiente Königsteiner Ausgleich durch Sascha Imhof, als FSG-Torwart Dominique Müller vom eigenen Verteidiger Martin Bangert bedrängt, klären wollte, aber dabei den Königsteiner Einwechselspieler anschoss, von dem der Ball ins Tor sprang. In der Folgezeit kam es zu den von Klimmek angesprochenen Szenen Nummer 2 und 3, als Schiri Dickopf zunächst ein Kopfballtor der Gastgeber annulierte, da Königsteins Keeper Finger in der Luft angegangen worden war. Und wenige Minuten später forderten die Einheimischen gar noch einen Elfmeterpfiff, als der herausstürzende Finger den Ball per Fuß eindeutig regelgerecht und resolut klärte, aber anschließend durch den nassen Rasen ungebremst in den Weilnauer Angreifer hereinrutschte, der denn auch spektakulär abhob. Eine Absicht Fingers konnte hier jedoch wohl kaum unterstellt werden.
Zu guter Letzt hätten Nenad Mihajlovic und Sami Ademaj bei zwei ganz dicken Chancen noch den Sieg für ihre an diesem Tage rot-weißen Königsteiner Farben davon tragen können, aber es blieb beim 1:1. Das von Coach Berggold eingangs angesprochene Liegenlassen zweier Punkte hatte sich die Königstein-Falkensteiner Fußballkombination somit selbst zuzuschreiben, denn die Torchancen für einen „Dreier“ waren für die spielerisch überlegenen Königsteiner allemal vorhanden.
Mit einem Sieg und einem Remis liegt der 1. FC-TSG nun auf Rang 4 der Kreisoberliga-Tabelle und hat am kommenden Samstag (!), 16. August, um 17.30 Uhr erstmals Heimrecht in der noch jungen Saison: Gegner wird der Tabellendritte SG Anspach II sein, der als Aufsteiger auf eine noch makellose Weste mit 6 Punkten auf der Habenseite verweisen kann.
FSG Weilnau/W/S: Müller; Hiemenz, Henrici, Hollerbach, Bangert, Schwartz (60. Eder), Küster, Schüttig, Schäfer (82. Dietrich), Morina, Wassum. 1. FC-TSG Königstein: Jan Finger; Jakob Lechmann, Hing-Wa Poon (75. Justus Schöneich), Carsten Schmied, Andre Pinto-Gomes, Martin Schuhrk, Sebastian Renn (46. Sascha Imhof), Laszlo Strzoda, Nenad Mihajlovic, Toni Schubert, Sami Ademaj. Im Königsteiner Kader, aber nicht eingesetzt: Daniel Müller, Volkan Gümüs, Dirk Sauerwald und Ersatztorwart Tobias Kördel. |